Wir sind für Sie da!

Hervorgehoben

Persönliche Ansprechbarkeit
Gemeindesekretärin Sandra Schultheis ist im Gemeindebüro zu den Öffnungszeiten (Di und Do 10-12 Uhr, Mi 16-18 Uhr) unter 06165/301677 persönlich erreichbar. Pfarrer Carsten Stein erreichen Sie unter 06165/2501. Unter beiden Nummern nehmen bei Abwesenheit Anrufbeantworter Ihre Anliegen entgegen.

Gottesdienste im Internet
Pfarrer Stein feiert in dieser Zeit jeden Sonntag um 10.30 Uhr einen Gottesdienst in Lützel-Wiebelsbach und jeden Mittwoch um 17 Uhr eine Taizé-Andacht in Rimhorn, die beide anschließend auf YouTube zu finden sind. Den Link finden Sie auf unserer Homepage (www.luetzelbach-evangelisch.de).

Offene Kirchen
Beide Kirchen sind tagsüber geöffnet und bieten – mit besonderer Gestaltung versehen – einzelnen Besuchern Gelgenheit zum Beten und Kraftschöpfen.

 

 

Pfarrer vor Ort
Bei passendem Wetter fährt Pfarrer Stein mit seinem kleinen Elektromobil bewusst durch die Straßen seiner Dörfer. Durch die offenen Scheiben kann er auf Abstand mit Passanten sprechen, die draußen unterwegs sind, und Ihre Wünsche, Sorgen, Gebetsanliegen und Ideen entgegennehmen. Er freut sich, wenn Sie ihn heranwinken!

Gemeinsames Gebet
Die Glocken unserer Kirchen in Rimhorn und Lützel-Wiebelsbach läuten täglich um 12 und um 18 Uhr und laden ein zum Innehalten. Während dieser Corona-Zeit läuten sie zusätzlich gemeinsam mit vielen evangelischen und katholischen Glocken in ganz Hessen und darüber hinaus um 19:30 Uhr.

Einkaufsdienst
An der Organisation eines Einkaufsdienstes für ältere Mitbürger ohne familiäre Unterstützung wird gerade gearbeitet. Wer Bedarf hat, darf sich gerne zu den Öffnungszeiten im Gemeindebüro (Tel. 06165/301677) melden. Dort bekommen Sie nähere Informationen.

Ökumenisches Glockenläuten am Abend

Darüberhinaus haben sich das Bistum Limburg, das Bistum Mainz und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau auf ein gemeinsames Geläut geeinigt, das jeden Abend um 19.30 Uhr für maximal fünf Minuten stattfinden soll. Ziel ist es, in der Kontaktsperre ein hörbares Zeichen der christlichen Gemeinschaft, des gegenseitigen Trosts und der Ermutigung in der Öffentlichkeit zu setzen. Alle sind eingeladen, in dieser Zeit auch eine Kerze ins Fenster zu stellen. Für das Abendgebet gibt es verschiedene Vorschläge, die für ein Gebet genutzt werden können. Mehr Informationen dazu finden Sie unter www.ekhn.de/aktuell.

Die Kirche im Dorf lassen

„Jetzt wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen“ – so formulieren wir es, wenn wir etwas „übertrieben“ finden. Wenn jemand spleenige Ideen hat oder ungewöhnliche Maßnahmen vorschlägt. In diesen Tagen der Corona-Krise sind unglaublich viele Maßnahmen umgesetzt worden, bei denen wir unter normalen Umständen bei jeder einzelnen gesagt hätten: „das ist ja völlig überzogen, wir wollen ja wohl mal die Kirche im Dorf lassen!“ Geschlossene Schulen und Kitas, heruntergefahrene Produktion, Kontaktverbot… All diese Maßnahmen sind (lebens-)wichtig, aber sie schränken unser gewohntes Leben in nie gekanntem Ausmaß ein und werden unsere Gesellschaft nachhaltig verändern. 

Ist da die Kirche noch im Dorf geblieben? 

Doch, tatsächlich, das ist sie. In jedem unserer Dörfer ist mindestens ein Kirchturm zu sehen, manchmal gibt es sogar zwei. Diese Kirchen sind zum größten Teil schon sehr lange dort, manchmal seit über 1000 Jahren! Sie haben Menschen kommen und gehen sehen, vielfältige Entwicklungen und Veränderungen überstanden. Sie haben Kriege und Krankheiten, aber auch Frieden und Wohlstand überlebt. Manchmal waren sie berstend voll, manchmal auch wieder gähnend leer. All das hat ihnen nichts ausgemacht. Sie sind da, immer noch. Genau genommen ist die Kirche das einzige Gebäude im Ort, das über Jahrhunderte seinen Sinn und Zweck nicht verändert hat. 

Heute wie damals zeugen die Kirchengebäude davon, dass Gott mitten unter uns wohnen will. Dass wir als Einzelne und als gesamte Menschheit nicht auf uns alleine gestellt sind, sondern dass sich der Schöpfer des Himmels und der Erde für uns, seine Geschöpfe, interessiert. 

Jesus Christus sagt: „Ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt.“ Diese Zusage findet sich am Ende des Matthäus-Evangelium und sie gilt auch und gerade dann, wenn es „Matthäi am Letzten“, also „kurz vor zwölf“ ist. 

Mit Gottes Hilfe werden wir auch diese Krise überstehen. ER bleibt bei uns. Und als äußeres Zeichen dafür werden wir auch weiterhin „die Kirche im Dorf lassen“.

Herzlichst,
Ihr Pfarrer Carsten Stein